05.08.2006 Graduates schlagen mit 2 Siegen in Dresden zurück

Nach den beiden Niederlagen vor 2 Wochen in Leipzig hatte man einiges wieder gut zu machen. Jedoch standen wieder einmal die Vorzeichen nicht sehr gut. Zwar kehrten 2 wichtige Personen wieder zurück ins Team, aber man musste auf Stamm-first-baseman Sven v. Danckelman verzichten. Mit nur 9 Spielern trat man die Reise nach Dresden an. Das Wetter wurde den Mannschaften auch fast zum Verhängnis, da es über alle Spiele hinweg immer mal wieder regnete.

Im ersten Spiel musste man gegen die Gastgeber Dresden Dukes spielen, die bisher eine mäßige Saison spielten (1-7 Bilanz). Überraschenderweise wurde in diesem Spiel Andy Borchardt als Pitcher aufgestellt, der bisher keinen einzigen Pitch in einem offiziellen Ligaspiel warf. Er startete trotz seiner Nervosität und der fehlenden Erfahrung sehr gut in das Spiel - lediglich ein Spieler der Dukes brachte einen Punkt für sein Team nach Hause. Im Gegenzug konnte man einige Fehler der Defensive der Dukes ausnutzen und eine 3-1 Führung erspielen. Fortan bestimmte Andy Borchardt die Partie. Im zweiten Inning warf er 3 Strikeouts infolge und hielt somit die Dukes in Schach. Die komplette obere Hälfte der Graduates-Schlagreihenfolge sorgte dann für eine deutliche 8-1 Führung. Andy Borchardt bekam zwar im dritten Inning leichte Probleme und belud sich die Bases, doch er behielt die Nerven und kam durch 3 Strikeouts unbeschadet aus dem Inning heraus. Die Offensive konnte mit 6 weiteren Punkten dann alles klar machen und man zog auf 14-1 davon. Das vierte Inning beendete man durch 3 schnelle Aus und man gewann deutlich mit 14-1. Eine herausragende Leistung kann man Andy Borchardt für seinen ersten Start als Pitcher nur bescheinigen. Mit 9 Strikeouts und nur 2 abgegebenen Hits war er maßgeblich am Erfolg des Teams beteiligt. In der Offensive wussten wieder einmal Chris Möhwald (2 RBI, 4 SB), Marco Hellwig (2 RBI, 5 SB) und Robert Bauer (2 B, 2 RBI, 4 SB) zu überzeugen. Außer diesen Spielern gelang nur noch Anika Hoffmann einen Hit. Alles in allem konnte man mit der Defensivleistung sehr zufrieden sein (nur ein Error), aber in der Offensive konnte man zumeist nur durch die Fehler des Gegners zu Punkte kommen (11 Errors der Dukes, nur 4 Hits für die Graduates).

Im zweiten Spiel des Tages trafen die Erfurt Latinos auf die Dresden Dukes. Schnell war zu erkennen, wer hier einen deutlichen Vorteil hatte. Die Dukes fanden überhaupt nicht ins Spiel, was den Latinos nur zu Gute kam. Im zweiten Inning konnten die Latinos das “batters around“ (alle Spieler in dem Halbinning traten an die Platte) schaffen, wo nicht ein einziger Spieler ausgemacht wurde. Begünstigt jedoch wurde dies von der sehr mageren Leistung der Dukes- Defensive, die sehr oft die einfachsten Outs aus unverständlichen Gründen nicht machen konnten. Highlight des Spiels war ohne Zweifel der Solo-Homerun von Nelson Alamo. Die Partie endete sehr deutlich 21-3 für die Latinos.

Danach spielten die Favoriten im dritten und letzten Spiel gegeneinander. Im direkten Vergleich steht es 1-1 in dieser Saison. Auch im dritten Aufeinandertreffen hieß das Pitcher-Duell Pascal Dominguez (Erfurt Latinos) gegen Robert Bauer (Cottbus Graduates). Die Graduates gingen im ersten Inning gleich mit 2-0 in Führung. Leider regnete es danach so stark, dass man eine halbe Stunde warten musste, bis es weiter ging. Glücklicherweise hörte es kurz vor dem Spielabbruch auf zu regnen. Robert Bauer fand trotz der langen Pause gleich ins Spiel zurück. Mit 3 Strikeouts kam er schnell aus dem Inning. Die Graduates konnten einen weiteren Punkt draufpacken und die Führung auf 3-0 ausbauen. In der unteren Hälfte des zweiten Innings konnten die Latinos auf 1-3 verkürzen bedingt eines Fehlers der Defensive. Durch weitere 3 Strikeouts kam man auch aus dem zweiten Inning. Die Spannung nahm im dritten Inning immer mehr zu. Die Graduates zogen zwar erst auf 5-1 davon, jedoch konterten die Latinos und kamen bis auf 4-5 heran. Danach brach Pascal Dominguez ein und wurde durch Patrick Möller (Catcher) ersetzt. Mit beladenen Bases trat dann Chris Möhwald an die Platte. Durch sein 3-RBI Triple konnte man nun eine etwas deutlichere Führung herausspielen. Mit einer 12-4 Führung spielte es sich nun leichter, aber die Latinos konnten noch mal durch einen Solo-Homerun verkürzen. Die Wende gab es aber nicht mehr. Die Graduates packten noch einmal 2 Punkte im letzten Inning drauf. Man merkte den Latinos dann auch an, dass sie sich bei einem 5-14 Rückstand aufgegeben hatten. Bedingt durch einiger kleiner Fehler ermöglichte man den Latinos noch 2 Punkte. Die Graduates konnten verdient mit 14-7 gewinnen und somit ihren sechsten Sieg im achten Spiel klar machen. Auch in diesem Spiel wusste Pitcher Robert Bauer zu überzeugen und warf 10 Strikouts und ließ im Gegenzug nur 3 Hits zu. Durch seine 4 Assists war er sogar an 14 von 15 möglichen Aus direkt beteiligt. In der Offensive lief es abermals nicht so gut. Nur Chris Möhwald (3 B, 4 RBI, SB) und Marco Hellwig(2 RBI, SB) kamen zu den 3 Hits der Graduates. Nach acht Spielen in dieser Saison ist die Tendenz klar zu erkennen. Durch das gute Pitching gewann man die meisten Spiele und hofft, dass dieses weiter anhält und man nächste Woche die Finalteilnahme in Leipzig klar macht (rb)

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